Ein Wald voller Möglichkeiten


Jedes Jahr setzen unsere Azubis und dual Studierenden ein eigenes Projekt um, kurz Azubi-Projekt genannt. Dabei geht es auch darum, einmal über den Tellerrand hinauszuschauen und sich mit Themen zu beschäftigen, die im Arbeitsalltag nicht jeden Tag auf der Agenda stehen. Die Projekte sind abwechselnd sozial oder ökologisch ausgerichtet. In diesem Jahr war wieder die Umwelt an der Reihe.
Dazu ging es mal wieder auf den Listhof, ein Umweltbildungszentrum in Reutlingen. Nach dem Auftakt im März wurde es Ende Juni konkret: die beiden Umsetzungstage standen an. Und die hatten es in sich. Nicht nur wegen des Projekts an sich, sondern auch wegen des Wetters. Bei bis zu 38 Grad wurde gebaut, getüftelt und ausprobiert. Für Erfrischung sorgte eigentlich nur der Gartenschlauch. Von der Hitze ließen sich unsere Azubis und Studierenden jedenfalls nicht aufhalten.

Rund um das Thema „Wald“ gab es einiges zu entdecken. Zum Start bauten die Teilnehmenden eine Waldmurmelbahn und erkundeten den Wald mit verbundenen Augen. Plötzlich waren andere Sinne gefragt und der Wald konnte auf eine ganz neue Art erlebt werden. Das Highlight aber sind zwei interaktive Erlebnisboxen, die Kindern altersgerecht und auf spielerische Art und Weise Naturwissen vermitteln. Schon bei der Vorbereitung hat sich das Kernteam intensiv Gedanken gemacht: Welche Spiele machen Spaß? Was ist spannend? Und was funktioniert auch wirklich für Kinder?
Die Antwort kann sich sehen lassen: Waldbingo, Memory, Lupenbecher zum Beobachten kleiner Tiere und selbst gebaute Holzspiele wie Wikingerschach und Kegeln. Die Boxen können künftig am Listhof ausgeliehen oder direkt vor Ort genutzt werden.

Ich bin ein großer Fan des Azubi-Projekts. In diesem Jahr finde ich es besonders schön, wie intensiv sich die Auszubildenden und Studierenden in die Perspektive der Kinder hineinversetzt haben. Sie haben sich gefragt, welche Spiele spannend sind, was gut ankommt und wie sich Wissen spielerisch vermitteln lässt. Genau diese Gedanken machen die Erlebnisboxen zu etwas Besonderem. Nicht nur in diesem Jahr zeigt das Azubi-Projekt wieder, was entstehen kann, wenn man jungen Leuten Verantwortung gibt und sie auch einfach mal machen lässt. Da entstehen Ideen, die Organisation klappt und auch die Kommunikation untereinander. Und das Ergebnis ist etwas, das über das Projekt hinaus Wirkung zeigt.
Vielleicht ist genau das die schönste Erkenntnis aus den zwei heißen Tagen am Listhof: Nachhaltigkeit muss nicht kompliziert sein. Manchmal beginnt sie mit einer guten Idee, einem engagierten Team und der Bereitschaft, gemeinsam etwas zu bewegen.



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