Der Trick mit dem Knick


Und der gehört inzwischen genauso zu Ritter Sport wie das Quadrat und die bunten Sortenfarben. Die Verpackungsinnovation aus dem Sommer 1976 knüpft in gewisser Weise an Clara Ritters Idee mit der quadratischen Schokolade an. Ihr ging es darum, eine Schokolade zu machen, die in jede Jackentasche passt, ohne zu zerbrechen. Die Entwicklung des Knick-Packs fällt in eine Zeit, in der die Menschen immer mobiler wurden. Deshalb ging es beim Knick-Pack nicht nur um das einfache Öffnen, sondern auch um das Wiederverschließen. Der Slogan von damals lautete übrigens: „Der Trick mit dem Knick und die Masche mit der Tasche.“ Ritter Sport wurde die Schokolade für unterwegs. Eben einfach praktisch.

Der quadratischen Form, den bunten Farben und dem Knick-Pack sind wir – wie ihr alle wisst – bis heute treu geblieben, und auch das Design wurde im Laufe der Jahre immer nur leicht modifiziert. Die größte, aber vermutlich am wenigsten wahrgenommene, Veränderung betrifft das Material. Der erste Knick-Pack vor 50 Jahren bestand noch aus einen Verbundmaterial, bei dem drei unterschiedliche Materialien untrennbar miteinander verbunden waren – wie der Name schon sagt. Eine Wiederverwertung machte das unmöglich. Seit 1991 verwenden wir eine recyclingfähige Einstofffolie aus Polypropylen.
Das war ein wichtiger Schritt, denn damit hatten wir ein Material, das als Wertstoff in Kreisläufen gehalten werden kann, und eine Verpackung, die mit geringem Materialeinsatz eine hohe Produktsicherheit und einen hohen Produktschutz bietet.

Langfristiges Ziel beim Thema Verpackung bleibt für uns ein Material aus nachwachsenden Rohstoffen. Ihr erinnert euch sicher an unseren Prototypen „In Papier“ und erste Versuche mit einer papierbasierten Verpackung. Zunächst erschienen die ja durchaus vielversprechend. Aber dann mussten wir feststellen, dass es ausgerechnet die für Ritter Sport so typische Vielfalt ist, die eine besondere Herausforderung mit sich bringt: Die bisher am Markt verfügbaren Papiere sind nicht für alle Sorten geeignet. So sind die Cornflakes in der Knusperflakes zu scharfkantig für Papier und die Rosinen in der Rum-Trauben-Nuss enthalten zu viel Feuchtigkeit. Bei der Honig-Salz-Mandel oder der Salted Caramel bilden sich in einer Papierverpackung durch den Salzgehalt Wassertröpfchen. Qualitätseinbußen, die wir nicht hinnehmen wollen. Denn Produktschutz und Produktsicherheit stehen für uns immer an erster Stelle.

Und so feiert in diesem Sommer der Knick-Pack einen runden Geburtstag – eine clevere Verpackungslösung, die trotz Optimierungspotenzial das Beste ist, was wir aktuell zur Verfügung haben.



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