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Mehr als Kakao: Die Menschen machen den Unterschied

14 Jahre El Cacao. So lange ist Vicente schon dabei. In meinem letzten Beitrag habe ich davon berichtet, was ihn mit seinem Arbeitsplatz verbindet und wie er sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt hat. Doch Vicente ist nicht der Einzige, der die Geschichte unserer eigenen Kakaofarm prägt. Hinter unserem eigenen Kakao stehen viele Kolleginnen und Kollegen, die täglich mit ihrem Wissen, ihrer Erfahrung und ihrer Leidenschaft dafür sorgen, dass El Cacao Früchte trägt.
09.10.2026 von Petra Lesedauer: ca. 4 Minuten

Eine von ihnen ist Tamara López. Als Leiterin der Personalabteilung weiß sie, was Mitarbeitende brauchen, damit sie gerne auf El Cacao arbeiten und sich weiterentwickeln. Genau darüber habe ich kürzlich mit ihr gesprochen.

Wenn es um unseren eigenen Kakao geht, denken wir gerne als erstes an die Kakaobäume, die Früchte, die vielen Arbeitsschritte bis zur Ernte und die Leidenschaft, die dahintersteht. Aber unsere Kakaofarm ist vor allem eines: ein Arbeitsplatz. Und damit ein Ort, an dem Menschen einen großen Teil ihres Alltags verbringen. Bei jedem Arbeitsplatz kommt es darauf an, dass sich die Mitarbeitenden dort wohlfühlen. Das ist auch bei einem landwirtschaftlichen Betrieb wie El Cacao so. Für Tamara beginnt das mit einem respektvollem Umgang miteinander. Ein Klima der Offenheit und des Dialogs, in dem sich alle Mitarbeitenden wertgeschätzt fühlen, weil ihre Vorschläge Gehör finden, ist ihr besonders wichtig. Für El Cacao legt sie Wert auf eine Kultur des Respekts, die von Gleichberechtigung, Empathie und fairer Behandlung geprägt sei. Das spiegele sich nicht zuletzt in transparenten und pünktlichen Vergütungsmodellen wider

Tamara ist sich in unserem Gespräch durchaus bewusst, wie selbstverständlich das zunächst alles klingt. In der täglichen Arbeit auf El Cacao mache es jedoch einen wichtigen Unterschied. Nachvollziehbar: Wer sich respektiert und ernst genommen fühlt, kann sich mit seiner Arbeit identifizieren und gemeinsam mit dem Unternehmen wachsen.

Apropos wachsen. Die persönliche und berufliche Weiterentwicklung der Mitarbeitenden steht für Tamara ganz oben auf der Agenda. Wir haben das schon am Beispiel Vicente gesehen. Im Gespräch mit Tamara habe ich noch ein paar grundlegende Dinge erfahren. Für die kontinuierliche Qualifizierung der Mitarbeitenden auf El Cacao gibt es „La Academia“ unser internes Weiterbildungsangebot. Deren Auswahl reicht von allgemeinen Kursen zu Office-Anwendungen über Themen wie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz bis zu sehr spezifischen Fachthemen wie Pflanzenphysiologie oder integriertem Pflanzenschutz. Weiterbildung, sagt Tamara, sei mehr als Wissensvermittlung, Weiterbildung öffne Türen. Deshalb stehen die Fortbildungen grundsätzlich allen Mitarbeitenden offen.

Dass Weiterbildung nicht nur ein schönes Versprechen ist, zeigt der Werdegang einiger Kollegen, von denen Tamara berichtet. Holman Eliseo Rodríguez zu Beispiel: Er kam 2014 als Feldarbeiter nach El Cacao. Über das Vermessungsteam und eine Ausbildung zum Traktorfahrer führte sein Weg in den Maschinenbereich. Heute leitet er den Bereich Landmaschinen. Oder Wilfredo Álvarez Padilla, der als externer Kakaopflanzen-Veredler begonnen hat und seit 2021 Kakao-Verarbeitungsleiter ist. Die Reise von Ismael Celestino Blanco auf El Cacao begann vor gut zehn Jahren mit einem befristeten Vertrag und hat ihn im letzten Jahr als Gebietsleiter zu einem Erfahrungsaustausch nach Brasilien geführt.

Im Gespräch mit Tamara ist mir noch einmal deutlich geworden, dass unser Kakao aus eigenem Anbau viel mehr ist als nur ein qualitativ hochwertiger Rohstoff. Hinter jeder Kakaofrucht stehen Menschen, genauer gesagt meine Kolleginnen und Kollegen. Kollegen wie Holman, Wilfredo oder Ismael, die selbst auf El Cacao ‚gewachsen‘ sind. Und Kolleginnen wie Tamara, die sie genau darin unterstützen.

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